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VISEone 

DIE VERSCHMELZUNG VON TRADITIONELLEM UND URBANEN  – Autor Nick Curtis, CoART Magazine USA

Die Stadt Koblenz in Deutschland ist architektonisch geteilt. Die engen Gassen der Stadt und die gemütlichen Innenhöfe sind von allen Seiten von modernen Elementen umgeben.

So erscheint es ein geeigneter Geburtsort für Wolfgang Ohlig, dessen visuelle Kunst die traditionellen Konzepte mit einer urbanen Ästhetik neu interpretiert. Und obwohl Ohlig schon 1969 geboren wurde, tauchte erst Ende der 1990er Jahre sein VISEone-Alias auf.

Seine Kreativität brachte er zunächst als Graff iti-Writer zum Ausdruck. Doch für seine musikalische Karriere legte er als Graffiti-Künstler eine Pause ein. Das führte dazu, dass er sich als Hip-Hop-DJ und Produzent mit einem Major Platten-Deal einen Namen machte.

Ein Jahrzehnt jedoch später konnte er seine visuell-künstlerische Seite nicht länger unterdrücken.

Als er im Jahr 2007 die Designer-Toy Bewegung entdeckte, ließ er sich inspirieren und kehrte mit ganzem Herzen zu dem visuellen Medium zurück. Um 2010 erhielt VISEone für seine Vinyl-Skulpturen internationale Aufmerksamkeit. Er verwandelte massenproduzierte Vinyl-Toys in einzigartige Kunstwerke. Weniger als vier Jahre später war VISEone bereit für neue konzeptionelle Herausforderungen. Er nahm die Form seiner stilisierten Graffiti-Tags als Ausgangsform und interpretierte sie als abstrakte Metallskulpturen neu. Als er seine Straßenkunst-Ästhetik von den Wänden auf traditionellere Medien übertrug, fügte VISEone im Jahre 2015 Leinwandarbeiten zu seinem Oeuvre hinzu. Und obwohl es Jahrzehnte her ist, seit VISEone‘s Werke die Wände einer Stadt verziert haben, bleibt er ein durch und durch urbaner Künstler. Einer, der aber weiterhin Pionierwege geht, in denen er seine Ästhetik ausdrückt.

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